14-Jähriger wandert 42 Kilometer

Meller absolviert als Jüngster die Marathonwanderung des SC Melle

Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können: 34 sportlich Wandernde haben am Samstag die Marathonwanderung des SC Melle über welliges Terrain nach Borgholzhausen absolviert. So hat sich der 14-jährige Simon Wegner als jüngster Teilnehmer über die 42-Kilometer-Distanz geschlagen.

„Nach den zehn Stunden bis zum Ziel habe ich erst mal meine Mutter in den Arm genommen“, erzählt Simon Wegner. Der 14-Jährige war der mit Abstand jüngste Teilnehmer im Feld der Marathonwanderer. Vor drei Jahren war er schon einmal dabei – auch seinerzeit mit seiner Mutter Manuela, die ihren Sohn gefragt hatte, ob er sie begleiten wolle. Und Simon war dabei. Im Ziel sagte er nach den Strapazen damals allerdings direkt: „Das war das letzte Mal.“

Und doch gab er seiner Mutter in diesem Jahr erneut grünes Licht. „Aber jetzt habe ich im Ziel schon wieder gesagt, dass es das letzte Mal war“, berichtet der Teenager lachend und fügt an: „Aber es macht schon Spaß. Es ist schön, wenn man die 42 Kilometer geschafft hat, jetzt sogar schon das zweite Mal.“

Ein Blasenpflaster für den Youngster

Zwischendurch habe er bei den Steigungen aber schon mal ans Aufhören gedacht, gesteht Simon. „Die drei Berge habe ich schon gemerkt.“ Aber der tolle Zusammenhalt in der Gruppe habe ihn davon abgehalten, aufzugeben – trotz sich entwickelnder Blasen an den Füßen.

„Die Gruppe war sehr nett. Ich konnte mit den Teilnehmern gut reden, auch wenn keiner in meinem Alter war. In den Pausen sind sie zu mir gekommen und haben mir Blasenpflaster und Getränke angeboten. Das hat mich motiviert weiterzugehen“, berichtet der Neuntklässler.

Die Blasen werden ihn noch ein paar Tage begleiten. Und doch kann sich der Youngster eine weitere Teilnahme an der Marathonwanderung vorstellen – trotz zunächst anders lautender – spontaner – Aussagen im Ziel. „Nächstes Jahr werde ich wohl wieder dabei sein“, äußert der 14-Jährige nun mit ein paar Tagen Abstand.

 

Bericht aus Meller Kreisblatt: Heike Dierks